Was macht eigentlich ein Social Business Engineer?

Der Begriff “Social Business Engineering” ist ein Wortspiel aus Social Business, Business Engineering und Social Engineering. Die Mission des Social Business Engineers besteht darin, Organisationen vom Industriezeitalter in die Wissensgesellschaft zu führen.

Indem Strategien, Prozesse und Systeme auf die Bedürfnisse von vernetzten Stakeholder ausgerichtet werden. Und dabei gleichzeitig die Führung und Mitarbeiter befähigt werden, neuartige Denk- und Zusammenarbeitsformen zu internalisieren. Mit dem Ziel,  sich als Unternehmen über virtuelle Markenerlebnisse von bestehenden und angreifenden Wettbewerbern abzusetzen. (Grafik: Adaption der St. Galler Business Engineering Map).

Der Begriff “Social Business Engineering” tauchte erstmals in einem holländischen Blog von Jochem Koole auf, wo drauf einging wie die Mitarbeiter von Deloitte Consulting eine interne Social Collaboration Plattform implementierten. Ich habe mich darauf hin entschlossen den Jobtitel zu besetzen und als Claim für mein neues Beratungsunternehmen für digitale Organisationsentwicklung zu verwenden.

  • „Social Business“ = Nutzung von Sozialer Software in Unternehmen, um diese sowohl intern als auch nach extern stärker mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden zu vernetzen. Social Business als Strategie kann in Unternehmen als Schlüsselkonzept für den organisatorischen Wandel innerhalb des Unternehmens, Wertschöpfungsnetzwerken oder einzelnen Branchen einen Mehrwert liefern.“
  • „Business Engineering“ bezeichnet die ingenieurmässige Entwicklung und Einführung von Geschäftslösungen, vom Geschäftsmodell über die Geschäftsprozesse und die Organisationsstruktur bis hin zu den Informationssystemen und der Informationstechnik (vgl. Österle). BE beschäftigt sich mit Problemstellungen, die aus der Transformation der Industrie- in die Informationsgesellschaft entstehen (vgl. Winter).
  • „Social Engineering“ nennt man zwischenmenschliche Beeinflussungen mit dem Ziel, bei Personen bestimmte Verhaltensweisen hervorzurufen. Meist dient Social Engineering dem Eindringen in ein fremdes Computersystem. Im übertragenen Sinn wird der Begriff genutzt, um neue Denk- und Arbeitsweisen in der Unternehmenskultur zu verankern, wobei auch von Culture Hacking gesprochen wird.

Wie ich dazu kam: meine Motivation

Als PR-Berater für war ich an vorderster Front mit dabei, wie sich die Interaktion mit Stakeholder aufgrund der Informations- und Telekommunikationstechnologie veränderte. Was mich dazu bewog die Digital Culture Association zu initieren, wo wir als Schweizer Pioniere die sich virtualisierende Gesellschaft, digitale Kultur und vernetzte Geschäftsmodelle auf der Networking Plattform tweakfest aufzeigten.

Meine Start-Up Erfahrungen mit Natural Language Processing, Blogger Relations, Content Marketing, Social Media und Viral Marketing Kampagnen haben dabei die imensen Chancen aber auch die Herausforderungen offenbart. Es zeigte sich, dass neben dem strategischen, kommunikativen und technologischem Wissensaufbau, der Knackpunkt häufig bei den organisatorischen und kulturellen Strukturen lag.

Über die Transformationsmanagement Weiterbildung kam ich schlussendlich an das ersehnte Toolkit, wie die digitale Realität aus einer ganzheitlichen Organisationsentwicklung (OE) Perspektive im Unternehmen implementiert wird: 

  • Digitalisierungsstrategie: Um digitale Geschäftsinnovationen herbeizuführen hat sich Media Interface auf den Strategieansatz der Co-Kreation spezialisiert, wo über ein partnerschaftliches Zusammenspiel von Kunden, Partner, Lieferanten und Mitarbeitenden das Wertschöpfungsnetzwerk und die interaktiv gewordenen Schnittstellen erneuert werden.
  • Virtuelle Markenerlebnisse: Bei der daraus entstehenden Neugestaltung der Geschäftsprozesse, fokussiert unser interdisziplinäres Beraternetzwerk konsequent auf das Zukunftsgerichtete digitale Erlebnis in der Markeninteraktion. Um die Bedürfnisse der internen und externen Communities zu verstehen, analysieren wir digitale Datenspuren mit denen wir Motive, Gedanken und Lebenslagen der Zielgruppen identifizieren.
  • Soziale Medientechnologien: Als Basis, um die Anspruchsgruppen – trotz zunehmender Medienfragmentierung und feinerer Zielgruppensegmentierung – persönlich anzusprechen, evaluiert Media Interface innovative Social Business Technologien als integriertes Betriebssystem zur langfristigen und skalierbaren Beziehungspflege.
  • Kultur des Teilens: Damit die Transformation gelingt, legen wir einen besonderen Fokus auf die Veränderungskommunikation. Unsere – in Zusammenarbeit mit einem OE-Institut entwickelten – Eventformate und Dialogmethoden zielen darauf ab, psychologische Barrieren zu überwinden und die Akzeptanz und Adoption von kreativen Denkweisen und flexiblen Zusammenarbeitsformen zu beschleunigen.

“Ich freue mich sehr als weltweit erster Social Business Engineer mein einzigartiges Wissen und Erfahrung an veränderungswillige Führungskräfte weiterzugeben.“

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2 comments

  • Jochem Koole 22/08/2014   Reply →

    Great to see that you’ve adopted the term Social Business Engineer, which my former Deloitte colleagues and I coined in 2013. After reading this article, I feel we’re very much on the same page. Please let me know, if I can help you out with any further information on the topic. You can find loads of (English) information on my website.

    • Patrick Hofer 22/08/2014   Reply →

      Thanks Jochem for your comment and inventing that brilliant term! It’s refreshing to see that like-mindeds are out there. Will check your website and be happy to liaise.

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